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Pumpen für die Fluidik in Immunoassays sind Präzisionspumpenkomponenten, die Flüssigkeiten während des gesamten Assay-Arbeitsablaufs eines Analysegeräts fördern, dosieren, spülen und absaugen – und so die automatisierte Dosierung von Proben und Reagenzien, die Inkubation, das Spülen sowie den Flüssigkeitstransfer bis hin zur Signalerfassung unterstützen. In Immunoassay-Analysegeräten trägt diese pumpengesteuerte Fluidiksteuerung dazu bei, eine gleichbleibende Assay-Leistung zu gewährleisten, indem sie präzise Volumina und eine zuverlässige Spül- und Absaugung liefert, wodurch das Hintergrundsignal reduziert wird.

Die technische Herausforderung

Die Fluidik von Immunoassay-Analysegeräten stellt in jedem Schritt des Assays hohe Anforderungen an die Pumpen. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, Mikroliter-Volumina hochwertiger Reagenzien mit hoher Dosiergenauigkeit – häufig mit einem Zielwert von <0,5 % CV – zu dosieren, um die Reproduzierbarkeit der Assays zu gewährleisten und die Reagenzienkosten zu kontrollieren. Pumpen müssen zudem eine hohe Verträglichkeit mit salzhaltigen Pufferlösungen und Reinigungsmitteln aufweisen; andernfalls kann es durch Kristallisation zu Ablagerungen kommen, die zu verstopften Ventilen, eingeschränkten Durchflusswegen und schließlich zum Festfressen der Pumpe führen.

Neben der Kristallisation gehören zu den häufigsten Fehlerursachen undichten Dichtungen, durch die Flüssigkeit eindringen kann oder die Ansaugung unterbrochen wird, Verschleiß an den Schläuchen, der den Durchflusswiderstand im Laufe der Zeit verändert, eingeschlossene Luft, die den Ansaugvorgang stört, sowie Kalibrierungsabweichungen, die die Dosiergenauigkeit beeinträchtigen. Während der Waschschritte muss das Pumpensystem einen ausreichenden Förderdruck bereitstellen, um den Waschpuffer abzugeben, und gleichzeitig ein stabiles Vakuum aufrechterhalten, um diesen vollständig abzusaugen – wodurch Restverschleppungen und das Hintergrundsignal reduziert werden. Um Spritzwasser und eine Kreuzkontamination zwischen den Vertiefungen zu begrenzen, sollten Ingenieure zudem Wert auf geringe Pulsationen und einen gleichmäßigen, stabilen Durchfluss legen. Schließlich muss die Leistung für jeden einzelnen Analyseschritt anhand praktischer Spezifikationen wie Durchflussrate, maximaler Auslassdruck, Vakuumniveau, Ansauggeschwindigkeit und Einschaltdauer bewertet werden, um einen zuverlässigen Betrieb während langer Analysenläufe zu gewährleisten.

Da die Leistung einer Immunoassay-Pumpe davon abhängt, mit welchen Substanzen das Fluidsystem tatsächlich in Kontakt kommt, müssen die Werkstoffe der medienberührten Teile entsprechend den spezifischen Puffern, Detergenzien, Proben und Reinigungsmitteln ausgewählt werden, die im Assay verwendet werden. Ingenieure ziehen in der Regel Materialien mit geringer Adsorption und hoher chemischer Beständigkeit in Betracht, wie beispielsweise PEEK, PTFE, kompatible Elastomere und Keramiken, sowie geeignete Edelstahlsorten, wenn Metallkontakt erforderlich ist. Ebenso wichtig ist, dass die ausgewählten Materialien einen stabilen Betrieb kritischer Komponenten wie Ventile gewährleisten, indem sie gegen Quellung, Korrosion und Oberflächenverschmutzung beständig sind, die den Strömungswiderstand erhöhen, die Kristallisation begünstigen oder Rest-Hintergrundsignale verursachen können. In der Praxis sollte die Materialauswahl unter den tatsächlichen chemischen und betrieblichen Bedingungen (Temperatur, Einwirkzeit und Reinigungszyklen) validiert werden, um die Verträglichkeit zu bestätigen und eine Adsorption oder Auslaugung zu minimieren, die die Testergebnisse beeinträchtigen könnte.

Die Lösungen von Thomas & TriContinent

Thomas bietet OEM-Pumpen und Fluidtechnik für Immunoassay-Analysegeräte an und unterstützt damit die Hersteller dieser Geräte dabei, eine zuverlässige Fluidhandhabung über den gesamten Assay-Workflow hinweg zu integrieren. Diese Pumpensysteme auf Geräteebene lassen sich an die Fluidarchitektur des Analysegeräts anpassen – unter Berücksichtigung der Materialien der medienberührten Teile, der Einbaugröße, der Steuerschnittstellen und der Fluidanschlüsse, um die Leistungsfähigkeit bei der Verwendung von salzbasierten Puffern, Detergenzien und Reinigungsmitteln zu gewährleisten.

Bei den Wasch- und Absaugvorgängen erzeugen Thomas-Vakuumpumpen einen Unterdruck, um Waschflüssigkeit und Abfall effizient abzusaugen. Ein stabiles Vakuum sorgt für die vollständige Entfernung des Waschpuffers, was dazu beiträgt, Restübertragungen und das Hintergrundsignal zu reduzieren.

Für die hochpräzise Dosierung von Reagenzien nutzen die Spritzenpumpen von Thomas TriContinent eine kontrollierte Spritzenbewegung (Kolbenbewegung), um definierte Mikroliter-Volumina mit hoher Wiederholgenauigkeit zu dosieren und abzugeben. Dadurch eignen sich Spritzenpumpen besonders gut für Anwendungen, bei denen eine hohe Genauigkeit beim Dosiervolumen und eine gleichbleibende Reproduzierbarkeit der Assays erforderlich sind.

Bei der Auswahl der richtigen Pumpe für die Dosierung von Immunoassay-Reagenzien kommt es in der Regel auf Folgendes an:

Erforderliche Volumengenauigkeit

(z. B. niedrige CV-Zielwerte)

Chemische Verträglichkeit

Kristallisation und Ablagerungen minimieren

Strömungsstabilität und geringe Pulsation

Spritzer und Kreuzkontaminationen minimieren

Kontaminationsrisiko

Einschaltdauer

für lange Analyseläufe

Kompatibilität der Ventile und Zugang für Wartungsarbeiten

Im direkten Vergleich zeichnen sich Spritzenpumpen durch eine präzise, driftfreie Dosierung kritischer Reagenzien aus, während Peristaltikpumpen durch die Isolierung der Flüssigkeit in austauschbaren Schläuchen einen kontaminationskontrollierten Ansatz bieten. Peristaltikpumpen können die Wartung vereinfachen und den Kontakt des Pumpenmechanismus mit aggressiven Flüssigkeiten verringern, was sie zu einer guten Wahl macht, wenn Kontaminationskontrolle und Wartungsfreundlichkeit oberste Priorität haben.